wer

Zwischenablage02
Ich heisse Beat und komme aus der Schweiz.
Trotz einer für uns Schweizer quasi angeborenen Abneigung gegen alles, was mit deutschem Fussball zu tun hat, hatte ich schon seit der Schulzeit immer eine gewisse Sympathie für den grossen Nachbarn, für seine Geschichte und seine Kultur. Und so gehöre ich zu den Schweizern, die die (hoch)deutsche Sprache wirklich lieb gewonnen haben.

Darüber hinaus liebe ich es,

  • klassische Musik zu hören
  • Bücher zu lesen (auch in Französisch und Englisch)
  • gelegentliche einmal etwas selber zu schreiben
  • stundenlang durch die Natur zu streifen
  • oder einfach nur am Wasser zu sitzen und zu meditieren
  • anderen Menschen zuzuhören und zuzusehen
  • und bei all dem über Gott und die Welt nachzudenken.

Letzteres ist vor Jahren schon zu meinem Beruf geworden, um nicht von Berufung zu sprechen.
Ich versuche etwas von dem zu leben, was ich selber erfahren durfte. Das weiterzugeben, was ich selber bekommen habe:

die Erfahrung

  • dass mich jemand ansieht ohne mich zu verurteilen
  • dass mich jemand kennt und beim Namen ruft
  • dass mich jemand auch dann noch kennen will, wenn er mich wirklich kennt
  • dass jemand an mich glaubt und mir etwas zutraut
  • dass es jemand erträgt, wenn ich mal nicht so bin, wie er es sich vorstellt
  • und dass jemand trotzdem ja zu mir sagt, auch wenn ich einmal nein sage… ja selbst dann noch, wenn ich einfach nicht aufhören kann, nein zu sagen

Diesen Erfahrungen und vielem mehr, was mir an Menschlich-Allzumenschlichem begegnet, versuche ich in meinen Kurzgeschichten eine Gestalt zu geben.
Die Geschichten sind erfunden und jede Ähnlichkeit mit existierenden Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Die auf den Bildern abgebildeten Personen haben selbstverständlich nichts mit den Figuren der Geschichte zu tun. Dennoch gehören die Bilder insofern zur Geschichte, als sie uns einladen, beim Lesen (respektive für den Autor beim Schreiben) von einem ersten äusseren Eindruck zu einer inneren Wirklichkeit vorzudringen. Es ist eines, sich aufgrund einer Geschichte eine Person vorzustellen, ein anderes, eine konkrete Person zu sehen und sich ihrer Lebenswelt hinter dem äusseren Schein vorurteilslos zu öffnen.

Und noch ein Wort zu Beate. Nachdem Beat die ersten gut 25 Jahre seines Lebens damit verbracht hatte, ein echter Mann sein zu wollen, seine Gefühle zu beherrschen und stark und unverletzbar zu werden, hat er mit der Zeit festgestellt, dass da irgendwo in ihm auch noch eine Beate schlummert; dass es neben dem Animus auch eine Anima gibt. Neben vielen anderen haben dabei vor allem zwei Autorinnen nachhaltige Spuren hinterlassen: Ingeborg Bachmann und Etty Hillesum. Beide haben es Beat erlaubt, sich plötzlich auch im Spiegel einer Frau zu erkennen. Beide haben ihm geholfen, Beate eine Stimme zu geben, sie kennen und lieben zu lernen. Der Weg ist nicht zu Ende, und wird es wohl auch nie sein. Aber es ist schon mal gut zu wissen, dass Beat nur gemeinsam mit Beate hoffen kann, dereinst der Bedeutung seines Namens einigermassen gerecht zu werden 😉

Danke für den Besuch und fürs Lesen!

Bild: Urheberrechte beim Autor

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4 Gedanken zu “wer

  1. Lieber Beat ,
    ich folge dir ja schon eine ganze Weile , habe auch obigen Text gelesen und geliked ( vor längerer Zeit schon ) aber ich denke , verstanden habe ich ihn erst jetzt …
    Die mir selber auferlegten Scheuklappen haben mich doch arg eingeschränkt …
    Leben heißt auch lebenslängliches arbeiten an sich selbst , sich weiter zu entwickeln und nicht stehen zu bleiben …
    Ich danke dir für deine erhellenden Worte und wünsche dir für deinen weiteren Lebensweg all die Kraft und Liebe , die du benötigst .
    Ganz lieben Gruß zu dir
    Jule

    Gefällt mir

    1. Liebe Jule, Danke für Deinen Kommentar und dass Du meinen Worten eine zweite Chance gegeben hast. Ich freue mich, dass meine bescheidenen Erfahrungen etwas bewegen können. Auch Dir alles Gute beim steten Vorangehen und immer wieder neuen Entdecken des Lebens.

      Gefällt 1 Person

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