Warum sie? VI (das Kindermädchen)

(Erinnerungen eines Kindermädchens)

001

An meinem 25. Geburtstag hatte meine langjährige Partnerin Schluss gemacht mit mir. Und da sie gleichzeitig meine Vorgesetzte in der Kita war, in der ich arbeitete, war der Moment für einen beruflichen Neuanfang gekommen. Schon eine Woche später hatte ich mich als diplomierte Kleinkinderzieherin auf die Stelle eines Kindermädchens bei einer renommierten Bankiersfamilie beworben. Und zu meiner grossen Verblüffung wurde ich schon auf das erste Gespräch hin engagiert.

Die Mutter des kleinen Mädchens, das ich betreuen sollte, schien zwar nicht sehr angetan von mir. Aber offenbar war es mir gelungen, ihre Mutter und ihre Schwiegermutter, in deren Villa am See das Vorstellungsgespräch stattgefunden hat, von mir zu überzeugen. Die erste hatte mich gefragt, wie ich es mit dem Glauben an Gott halte, und die zweite hat es zur Bedingung gemacht, dass man die Tattoos auf meinen Armen nicht sehen dürfe. Das abendliche Beten und das Tragen von langen Ärmeln schien mir damals aber ein fairer Preis für die einmalige Chance, in diesem Milieu arbeiten und vor allem auch leben zu dürfen.

Zuerst hatte ich ja vorgehabt, meine eigene Wohnung zu behalten. Aber aufgrund des beruflichen Engagements der Eltern des Mädchens wurde schnell klar, dass meine Dauerpräsenz unumgänglich sein würde. Ich bekam ein eigenes Studio in der Villa des Paares und durfte die Familie immer wieder auf Reisen begleiten. Dies alles kam mir damals sehr gelegen, um Distanz zu gewinnen zu meinem früheren Leben.

Ich konnte es gut mit der Kleinen, was auch wichtig war, da ihre Eltern häufig weg waren und ich dadurch zur wichtigsten Bezugsperson für das kleine Baby wurde. Natürlich hatte ich versucht, eine innere Distanz zu dem Kind zu wahren, aber das süsse Ding hatte es mir nicht leicht gemacht. Sie vertraute mir bald einmal mehr als ihrer eigenen Mutter. Und nur ihre Oma, die Mutter der Mutter, hatte einen ähnlich beruhigenden Einfluss auf sie wie ich.

Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, selber einmal Kinder zu haben. Allein der Gedanke, dass ich dazu mit einem Mann schlafen müsste, löste bei mir Übelkeit aus. Umso mehr genoss ich diesen Job und das Geschenk, für diesen kleinen Engel da sein zu dürfen und mitzuerleben, wie sie heranwächst.

Auch meine Arbeitgeber waren mehr als zufrieden mit mir. Die Mutter konnte eine gewisse Eifersucht zwar nicht verheimlichen, war aber dennoch glücklich, dass es ihrem Mädchen gut ging. Ihre Oma freute sich, dass ich mit der Kleinen betete und meine Beziehung zum Vater hatte sich von dem Tag an entspannt, als ich ihm klar gemacht habe, dass ich nicht auf Männer stehe.

Dass seine Mutter mich mochte, wurde mir schon bei unserer ersten Begegnung klar. Ich sehe sie heute noch, wie sie mich im Salon zum Bewerbungsgespräch empfangen hat, in einem knielangen dunkelblauen Etuikleid und einer weissen Kaschmir Strickjacke, die sie elegant um ihre Schultern gelegt trug. Ich war damals mit meinem ärmellosen Sommerkleid vergleichsweise unpassend gekleidet, was mir schlagartig bewusst wurde, als ich ihren skeptischen Blick auf meine Tätowierungen sah. Aber ihr Händedruck war fest und ihre Augen schauten mich an, als ob sie direkt in meine Seele schauen könnten. Die drei Frauen hatten mich damals über eine Stunde ausgefragt. Die Hausherrin hatte dabei am wenigsten gesagt. Doch ihre wenigen Fragen waren direkt und herausfordernd. Die Frau wusste, was sie wollte. Und es wurde schnell klar: Sie wollte mich.

Im ersten Jahr war ich häufig mit der Familie unterwegs und dazwischen längere Zeit bei der Oma, bei der sich die Kleine besonders wohl fühlte und wo wir in einer Eigentumswohnung am Stadtrand lebten. In der Villa am See verbrachten wir nur wenige Nächte, was mir anfänglich nur recht war, da ich mich dort trotz des fabelhaften Hauses und Gartens immer irgendwie seltsam und unfrei fühlte. Ich brauchte eine Weile, um mir einzugestehen, dass es an der Gegenwart der Hausherrin lag, die unter ihren Angestellten nicht ohne Respekt „die Patin“ genannt wurde. Und wenn ich mir zuerst eingebildet hatte, ihr Blick verfolge mich auf Schritt und Tritt, musste ich bald einmal feststellen, dass ich es war, der auf Schritt und Tritt nach ihr Ausschau hielt.

Es war kurz nach dem ersten Geburtstag der Kleinen, als wir zum ersten Mal mehrere Tage in der Villa verbrachten. Ich hatte frei an diesem Abend, während es sich die beiden Grossmütter mit der Enkelin vor dem brennenden Kamin bequem gemacht hatten. Gegen zehn Uhr brachte die Oma die schlafende Kleine zu mir nach oben, wo wir sie in meinem Zimmer in ihr Bettchen legten und gemeinsam einen Moment schweigend für sie beteten.

Kurz nach Mitternacht wurde ich dann durch ein Geräusch wach. Und als ich meine Augen öffnete, schien das Blut in meinen Adern zu gefrieren. Im fahlen Mondlicht, das durch die Vorhänge schien, sah ich, wie eine dunkle Gestalt sich über das Bettchen der Kleinen beugte. Ich weiss nicht, wie lange ich nicht geatmet hatte, bis ich endlich die grau schimmernden Haare der Patin erkannte. Sie drehte mir den Rücken zu und hatte sich offenbar ihren langen, schwarzen Strickmantel um die Schultern gelegt. Wie gebannt schaute ich zu, wie sie langsam das Mädchen aufhob und an ihre Brust nahm. Und plötzlich schien es mir, als ob ich sie leise singen hörte. Ich war etwas besorgt, weil ich befürchtete, die Kleine könnte aufwachen. Sie fühlte sich normalerweise nicht so wohl in den Armen ihrer Grossmutter. Doch ausser einem kleinen Seufzer war nichts zu hören, als diese sie wieder zurück in ihre Bettchen legte.

Ich stellte mich schlafend, um es der Patin zu ermöglichen, wieder unbemerkt mein Schlafzimmer zu verlassen. Doch als ich nach einer Weile nichts hörte und meine Augen öffnete, stand sie direkt neben meinem Bett und schaute auf mich herunter. Ungläubig starrte ich auf ihre nackte Brust, die hell im Mondlicht schimmerte. Ich weiss nicht, wie lange wir uns schweigend angeschaut haben. Irgendwann hob sie langsam ihre Arme und liess den Strickmantel von ihren Schultern gleiten. Und irgendwann tastete meine Hand nach dem Zipfel der Bettdecke, um diese zurückzuschlagen.

Wir waren sehr diskret und ich glaube nicht, dass irgendjemand je etwas von unserer Beziehung geahnt hat. Aber von da an waren die Kleine und ich deutlich häufiger in der Villa am See zu Gast. Die Patin war in dieser Zeit sichtlich aufgeblüht und ich musste immer heimlich schmunzeln, wenn die Leute dies selbstverständlich auf den positiven Einfluss der süssen Enkelin zurückführten. Ich war mir nie ganz sicher, was sie eigentlich in mir sah und was sie bei mir suchte. Manchmal hatte ich den Eindruck, sie sei einfach nur unendlich einsam und suche bei mir Nähe und Halt. Ich meinerseits verfiel ihr in einer Leidenschaft, die ich mir bis heute nicht erklären kann, zumal die Patin problemlos meine Mutter hätte sein können.

Die nächsten drei Jahre sollten zu den schönsten meines Lebens werden. Ich reiste mit der Familie um die halbe Welt, durfte in den besten Hotels übernachten und dazwischen immer wieder unvergessliche Stunden in der Villa am See geniessen. Von der Patin erhielt ich von Zeit zu Zeit kleine Aufmerksamkeiten zugesteckt. Darunter auch ein exquisites Kaschmir-Twinset und eine Perlenkette. Ich wollte es nicht annehmen, aber sie deklarierte beides kurzerhand zu Teilen meiner Dienstkleidung. Das gehöre zum Stil des Hauses, meinte sie schmunzelnd.

Gleichzeitig wurde ich Zeugin, wie mein kleiner Schützling langsam aber sicher zum Leben erwachte. Sie war ein aufgewecktes und neugieriges Kind, das mich ziemlich auf Trab hielt, nicht nur mit ihren dauernden Fragen, sondern auch mit ihrem unermüdlichen Endeckerdrang. Schon bald kannten wir beide jeden Busch und Winkel im Park ihrer Grossmutter und jede Katze in der Gegend hatte von ihr einen Namen bekommen.

Das einzige, was mein Glück in dieser Zeit trübte, war die stetig wachsende Herausforderung, unsere Beziehung zu verheimlichen. Ich konnte zwar ganz gut damit leben, immer wieder für längere Zeit von der Patin getrennt zu sein. Umso grösser aber war unsere Begierde nach einander, wenn wir uns begegneten. Und so kostete es vor allem die Patin eine ungeheure Disziplin, sich angesichts der Präsenz ihrer Enkelin zurückzuhalten.

Wenig zurückgehalten hat sie sich jeweils dann, wenn sie nachts bei mir war. Die Kleine schlief schon lange in einem eigenen Zimmer nebenan und wir achteten immer sehr darauf, dass die Tür verschlossen war. Und da das Mädchen einen guten Schlaf hatte, machten wir uns ihretwegen wenig Sorgen.

Es war in einer milden Frühlingsnacht, als ich um zwei Uhr vom Glockenschlag der Kirche wach wurde. Ich konnte noch nicht lange geschlafen haben. Mein Körper war immer noch feucht von Schweiss und die Patin schlief erschöpft in meinen Armen. Vorsichtig löste ich mich von ihr und glitt aus dem Bett, um mich im Bad etwas frisch zu machen. Doch als ich in meinen Morgenmantel schlüpfte, sah ich, wie die Gardine bei der Balkontür in der nächtlichen Brise flatterte. Und als ich leise durch die Tür auf die mondhelle Terrasse trat, sah ich meine Befürchtung bestätigt. Auch die Tür nebenan zum Zimmer der Kleinen stand leicht offen. Das Kind lag friedlich schlafend in ihrem Bett und hielt den grossen Plüschbären im Arm, den ich ihr zum Geburtstag geschenkt hatte. Ihr Mund schien geheimnisvoll zu lächeln.

Am nächsten Morgen meldete ich mich bei der Patin im Büro. Ich sagte ihr, dass es nicht weitergehen kann. Ich sei verantwortlich für das Wohl der Kleinen. Die Patin war wortlos aufgestanden und ans Fenster getreten. Minutenlang starrte sie hinaus auf den See und nur die langen Ärmel der Jacke ihres Twinsets baumelten lose von ihren Schultern. Als sie sich schliesslich zu mir umdrehte, liefen Tränen über ihre Wangen.

Sie hat meine Entscheidung respektiert, ohne Wiederspruch. Und in den zwei Jahren, die ich noch für ihre Enkelin sorgen durfte, hat sie mich nicht ein einziges Mal ihren Schmerz spüren lassen.

*******

Ich musste schmunzeln, als ich beim Aussteigen aus meinem Wagen auf dem Parkplatz des Seerestaurants unwillkürlich in die Ärmel meiner schwarzen Lederjacke schlüpfen wollte. Als Dozentin und Leiterin der pädagogischen Hochschule war ich es zwar gewohnt, meine Arme weiterhin unter den Ärmeln meiner Blusen und Twinsets zu verbergen. Aber nicht hier in meiner Freizeit. Und nicht für sie. Diese Zeit war vorbei!

Ich hätte sie fast nicht erkannt, als mich die Bedienung auf die Terrasse führte. Mehr als zwanzig Jahre hatten wir uns nicht mehr gesehen. Ihre Haare waren weiss geworden und ihr Körper etwas fülliger. Aber sie machte immer noch eine gute Figur in ihrem geblümten Sommerkleid. Am meisten überraschte mich aber die modische lange Wickelstrickjacke, die sie sich in gewohnter Weise um die Schultern gelegt hatte. Das lässige Teil wollte so gar nicht zum klassischen Bild der Patin passen und liess ihre Trägerin gleich ein paar Jahre jünger aussehen.

Ihr Strahlen verriet mir, dass ihr meine Überraschung nicht entgangenen war. Und gleichzeitig freute ich mich über ihren anerkennenden Blick, als sie nach einer innigen Umarmung mein schulterfreies Sommerkleid musterte und die Lederjacke um meine Schultern zurechtrückte. Zärtlich strichen ihre Finger über die alte Tätowierung an meinem Unterarm, während ich ihr bei einem Glas Prosecco von meinem Leben erzählte: von meinem Studium zur Pädagogin, meiner beruflichen Karriere, von meinem überstandenen Brustkrebs und von meiner zwölf Jahre jüngeren Lebenspartnerin, mit der ich seit bald zehn Jahren offiziell liiert war und für deren Sohn ich eine zweite Mutter geworden bin.

Und als ich sie schliesslich nach ihrer Enkelin fragte, reichte sie mir ein Foto. Fassungslos starrte ich auf das weissumrahmte Gesicht, das mich unter einem schwarzen Schleier hervor anstrahlte. Mein Gott, wie sehr hatte ich dieses Lächeln vermisst. Unverwandt betrachtete ich das Bild, während mir die Grossmutter die ganze Geschichte erzählte. Ich spürte Stolz in ihren Worten, und eine tiefe Sehnsucht zu verstehen: Warum sie? Was gibt ihr die Kraft, so zu leben? Und so zu strahlen?

Die Gute war ganz aufgeregt. Sie hatte ihrer Enkelin geschrieben und diese hatte umgehend geantwortet: Sie würde sich sehr freuen über einen Besuch.

In einer Woche werde sie hinfahren.

„Was meinst Du, würde sie denken, wenn sie erfahren würde… ich meine, du weisst schon“, hörte ich sie sagen, während sie nun ihrerseits nachdenklich das Bild betrachtete.

Ja, was würde sie denken? Die Ansichten ihrer Kirche waren weiss Gott nicht die grösste Stütze gewesen in meinen Fragen und Kämpfen der letzten Jahre. Doch immer dann, in den schlimmsten Momenten meines Lebens, wenn ich nicht mehr weiter wusste und versucht habe zu beten, ist mir das Bild der Kleinen erschienen: Dieses geheimnisvolle Lächeln, damals in der Nacht, und der grosse Plüschbär in ihren Armen.

„Mach dir deswegen keine Sorgen!“ hörte ich mich sagen.

Ich war selber erstaunt, wie überzeugt die Stimme klang.

Werbeanzeigen

11 Gedanken zu “Warum sie? VI (das Kindermädchen)

  1. Jetzt bin ich aber doch verblüfft … diese alte Dame , die mir ja schon sympathisch war , entpuppt sich doch noch als Gefühlsorkan …
    Diese Art , ihr Leben zu leben … hat ihr mit Sicherheit alles abverlangt … eine geheime Liebe zu pflegen unter den Augen der ganzen Familie , die es nicht wissen darf , weil nicht sein kann , was nicht sein darf … Chapeau !
    Ich fiebere förmlich dem Besuch bei der Enkelin entgegen … ich bin davon überzeugt , daß sie ihr ehrlich über ihr Leben erzählen wird … und die Enkelin wird dieses sicher zu schätzen wissen …
    Das einzige , was hier noch fehlt … ist die Auseinandersetzung damit , was während der Geiselnahme und der Verzögerungstaktik des Vaters geschah …

    Gefällt 1 Person

    1. Nun ja, damals war die „alte Dame“ ja auch noch etwas jünger. Vermutlich noch keine fünfzig.

      Und was mich betrifft, fehlt mir da noch einiges mehr als nur die Details zur Geiselnahme. Die kann man sich mit etwas Fantasie ja in etwa vorstellen…
      Aber hat sie nun mit ihrem Seelsorger geschlafen oder nicht? Und warum ist sie Nonne geworden? Was hat sie dazu bewegt? Und warum schein sie so glücklih dabei? Es bleibt dabei: Warum sie? 🙂

      Herzlichen Dank für Deinen Lesemarathon durch die bisherigen Teile meiner Geschichte! Und vor allem auch für Deine spannenden Kommentare und Wahrnehmungen.

      Gefällt mir

  2. Ich hatte etwas Zeit und Muße … 😀
    Lass mich kurz überlegen … was war zuerst ? Die Geiselnahme oder der Seelsorger ?
    Ich glaube , es war die Geiselnahme … sie wird wohl mit ihm darüber geredet haben , was ihr wiederfuhr … sie wird nicht mit ihm geschlafen haben … fraglich beibt auch , wer dieses Gerücht in die Welt setzte und warum …
    Und weil der Seelsorger ein gottesfürchtiger Mann war , der ihr vermittelte , daß Gott sie liebe , weil er sie tröstete und wieder aufbaute , sah sie sich , auch im Hinblick auf sein *Gegangenwerden* vielleicht in einer Art Pflicht … denn durchweg strahlend hab ich sie mit dieser Lebensentscheidung eigentlich nicht wahrgenommen …
    Vielleicht lag es aber auch an dem anderen jungen Mann , der genauso schüchtern war , wie sie selber … du weißt schon : eine versagte Liebe …
    Oder aber die Erziehung durch die Omas hat sie zu dieser Entscheidung gebracht … vielleicht meinte sie , den Omas dieses Leben zu schulden …
    Wie auch immer … es bleibt spannend … 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Jule, auch Ordensleute sind nicht „durchweg strahlend“ sondern in der Regel ziemlich normale Menschen, die auch gelegentlich an ihrem Alltag leiden 🙂

      Deine Gedanken sind wirklich spannend, weil sie irgendwie bestätigen, was für mich eine Motivation hinter dieser Geschichte ist. Wie schnell neigen wir dazu, uns aufgrund weniger Fakten, persönlicher Eindrücke und dem Hörensagen ein Bild einer Person zu machen und zu versuchen, ihr Verhalten zu erklären. Dabei müssen sich die Fakten schon mal unserer Vorstellung unterordnen (die Geiselnahme kam nach dem Seelsorger), vor allem wenn uns die Erklärung schwerfällt.
      Warum muss eigentlich der Entscheid dieser jungen Frau, ins Kloster zu gehen, irgendetwas zu tun haben mit ihren Enttäuschungen und Verletzungen? Irgendwie scheint dieser Weg heute vielen Leuten so abgefahren, dass sie einfach nach irgendeiner (meist tragischen) Erklärung suchen müssen. Doch was wäre, wenn die Frau nicht wegen sondern trotz all dem diesen Weg gewählt hätte?
      Für mich bleibt es eine spannende Übung, diese Frau durch den mehr oder weniger verzerrten Blick anderer kennenzulernen und nach ihren wahren Motiven zu suchen. Wenn ich Zeit finde, mache ich mich auf die Suche nach weiteren Zeugen 😉

      Dir einen schönen Sonntag und wer weiss, bis zur nächsten Fortsetzung 🙂

      Gefällt 1 Person

  3. Vielleicht liegt es einfach daran , daß das Bild einer jungen Ordensschwester nicht mehr *zeigemäß* für uns ist … 😉
    Du hast recht , ich assoziiere den Eintritt ins Kloster eher mit vorausgegangener Enttäuschung , als mit tiefer Gläubigkeit … was natürlich an meiner eigenen Einstellung zum Leben und insbesondere zum Klosterleben liegt …
    Ich wünsche dir viel Erfolg dabei , neue Zeitzeugen zu finden 🙂

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s