Versatile Blog Award

Einmal mehr bin ich in den Fokus eines Award-Spiels gekommen. Diesmal wurde mir von adriasuno der Ball des „Versatile Blog Awards“ zugeworfen. Herzlicher Dank, Red Sonja, für diese Anerkennung! Sieben Dinge soll ich über mich verraten, die noch nicht bekannt sind! Das will ich gerne versuchen.
Aber wie bei den vorherigen Awards wird auch dieser Ball erst einmal bei mir liegen bleiben. Denn erstens bin ich mit meinen gelegentlichen Geschichten wohl kein Blogger im eigentlichen Sinn, und zweitens bekomme ich die Awards meist von den wenigen BloggerInnen, die ich kenne und selber nominieren könnte.

Hier also 7 Puzzlesteine aus einem Bild, das ich selber noch nicht ganz überblicke:

  1. Ich habe bei meinem ersten Diktat im Progymnasium (5. Schuljahr) für die Rechtschreibung eine 1.5 bekommen (für deutsche Leser: 6 ist sehr gut, 3 ungenügend, 1 …). Nur das Blatt meines Banknachbarn war damals noch röter. Er bekam eine 1, was für ein Kind eines italienischen Gastarbeiters aber irgendwie noch entschuldbar war.
  2. Ich durfte das „Te Deum“ von Mozart einmal als Sopran und einmal als Bass singen.
  3. Ich habe rund um die holländische Stadt Nijmegen insgesamt 960 km marschiert. Dabei habe ich hunderte von Autogrammen verteilt und wir wurden teilweise von bis zu einer halben Million Menschen gefeiert. Die spinnen, die Holländer!
  4. Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut bei „We will rock you“ von Queen. Ich war nie ein grosser Fan von Rockmusik und habe weder Queen noch Freddy Mercury wirklich gekannt. Aber der Song bleibt ewig verbunden mit einem Abend in Holland, mit einem Bierzelt voll Menschen, die meisten davon in T-Shirts und Tarnanzughosen, ca. 5% davon Frauen. Und in der Mitte an einem Tisch zwei Kerle mit Oberarmen wie meine Oberschenkel. Auf der einen Seite ein GI, auf der anderen ein Holländer. Die Ellbogen auf dem Tisch, die Rechten ineinander geballt, die Muskeln und Adern am Hals zum Platzen angespannt. Der GI spielt das Psychospiel mit allen mögliche Grimassen. Der Holländer bleibt eiskalt und zuckt mit keiner Wimper. Und über allem ein durch hundert Hände und biergeölte Kehlen verstärktes „…rock you!“. Ich könnte es nicht mehr mit letzter Sicherheit beschwören, aber ich meine, es war damals America second!
  5. Ich habe den „Nachsommer“ von Adalbert Stifter zweimal gelesen. Zum ersten Mal in der Schule mit 15 und zum zweiten Mal mit 45. Eine dritte Lesung ist geplant für das Jahr 2040.
  6. Es gibt nichts, was mir zurzeit mehr Power gibt und mich gleichzeitig sicherer zum Weinen bringt als die amerikanische Sängerin und Songwriterin Beth Hart. Was für eine Geschichte, und was für eine Authentizität in ihrer Verletzlichkeit und ihrer emotionalen Power. Der Umstand, dass diese Frau nicht zu den globalisierten Megastars à la Beyonce, Adele und Lady Gaga gehört, ist der sicherste Beweis für ihre ausserordentliche künstlerische Qualität. Selten berührt mich ein „God bless you“ mehr als aus ihrem Mund.
    Beth Hart über Florence Welch, Amy Winehouse und ihr eigener Kampf ums Leben
    (ab ca. 5.30, wobei sich natürlich alle Teile des Interviews lohnen)
    Beth Hart und Joe Bonamassa, ein congeniales Duo mit einem Song von ihr:
  7. Es kommt tatsächlich vor, dass mir beim Schreiben einer Geschichte die Tränen kommen.
  8. Aus aktuellem Anlass hier noch ein Bonuspunkt: Amerika gibt mir in dieser Zeit nicht immer Anlass zur Freude. Aber Mikaela Shiffrin ist schlicht und einfach der Hammer, in jeder Beziehung! Congrats!
    Da akzeptiere ich ohne Scham und Ironie: Switzerland second 🙂

Danke, Sonja, und danke allen für’s Lesen und
God bless you! 🙂

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4 Gedanken zu “Versatile Blog Award

    1. Sie müssen wohl zusammen passen, denn sie sind definitiv Teil meines Lebens, wobei in den gut 40 Jahren seit diesem Diktat in der Schule schon so einiges geschehen ist. Rechtschreibung war jedenfalls schon bald kein prioritäres Problem mehr. Und die Sopran-Version des Te Deums fiel ungefähr in die Zeit meines Katastrophen-Diktates. Auch die 960 km verteilen sich immerhin auf 6 verschiedene Jahre. Damals trug ich auch Tarnanzughosen, so wie ca. 6000 Militärs aus aller Welt, die jeweils im Camp Heumensoord untergebracht waren.
      Nun ja, ich gebe zu, die Auswahl der „Fakten“ mag etwas seltsam erscheinen. Aber nüchtern betrachtet sind es einfach Momente aus einem Leben. Aber so ist das eben beim Schreiben: Es muss doch „interessant“ sein, oder nicht? Also mindestens in Bezug auf Dich gilt: Ziel erfüllt 🙂 Danke!

      Gefällt 1 Person

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