Schatten der Vergangenheit (III)

Sie musste eingeschlafen sein, denn als das Smartphone in der Tasche ihres Daunenmantels zu vibrieren begann, war es bereits dunkel. Im Licht des Mondes, der durch die Fenster ihres Büros schien, konnte sie die halbleere Flasche sehen, die neben dem Sofa auf dem kleinen Glastisch stand. Schlaftrunken richtete sie sich unter dem warmen Mantel auf, mit dem sie sich zugedeckt hatte. Der Anrufer war beharrlich, denn es vibrierte immer noch, als ihre Hände endlich die richtige Manteltasche fanden. Das Licht des Displays blendete sie und schlagartig spürte sie wieder ihr ganzes Elend, als sie die besorgte Stimme ihres Mannes vernahm. Ja, sie sei noch in der Klinik, hörte sie sich sagen. Sie müsse noch arbeiten. Nein, sie wisse noch nicht… und „Ja, ich liebe dich auch!“

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Bild: Petra Morzé im Fernsehfilm „Brief an mein Leben“ (D, 2015, Screenshot)

Mein Gott, wie hohl diese Worte plötzlich klangen! Aber hatten sie je anders geklungen? Hatte sie wirklich gemeint, was sie ihm sagte, all die Jahre? Oder hatte sie ihn die ganze Zeit belogen, so wie sie sich selber belogen hatte?

Karolinas Kopf schmerzte, als sie ihre Beine über den Rand des Sofas gleiten liess und sich langsam aufsetzte. Ihre schwarzen Stiefel, die neben dem Glastisch am Boden lagen, schimmerten matt im Mondlicht, während sie spürte, wie vom Teppich eine kalte Nässe durch ihre Strumpfhose drang. Sie hatte sich schon gewundert, wo das Glas hingekommen war. Es musste ihr aus der Hand gefallen sein, als sie eingeschlafen ist. Ihre Hände zitterten leicht, als sie nach der Wodkaflasche griff, um sich neu einzuschenken. Karolina hasste Wodka. Sie hasste den Geschmack, und sie hasste die zerstörerische Macht, die er über ihr eigenes Volk ausübte. Doch wie viele ihrer polnischen Landsleute trank sie doch immer wieder davon, gerade in den Momenten, wo sie sich selber am meisten hasste.

Der Wodka brannte in der Kehle, aber er brachte wieder etwas Leben in ihren Körper zurück. Aus der Ferne hörte sie eine Glocke neun Uhr schlagen, als sie sich erschöpft erhob und ans Fenster trat. Der Park der Klinik lag unter einer dicken Schneeschicht begraben und die Silhouette der Bäume wirkte gespenstisch im fahlen Mondlicht. Der Anblick erinnerte sie an ihre Heimat, an das Haus ihrer Eltern in der Nähe von Warschau, und an die kleine Hütte im Wald. Schnee machte sie immer traurig. Vielleicht war sie ja darum nach England gekommen, weil es hier so selten Schnee gab.

Energisch zog Karolina die Vorhänge zu, um die Bilder in ihrem Kopf zu stoppen. Was war nur los mit ihr? Sie hatte das doch alles hinter sich gelassen! In einem Zug leerte sie den Rest des Glases, während sie an ihrem Schreibtisch vorbeiging, um auch die anderen Vorhänge zu ziehen. Da sackte sie plötzlich in sich zusammen, als auf dem weichen Teppich etwas schmerzhaft in ihren Fuss stach. „Cholera jasna!“, entfuhr es ihr, als sie zwischen ihren Fingern die Keramikscherbe erkannte, die sie unter ihrer Fusssohle hervorgezogen hatte. Und plötzlich schossen die Tränen in ihre Augen. „Mein Gott, was willst du von mir?“ Hatte sie denn nicht alles getan, was sie konnte? Hatte sie nicht schon genug gebüsst?

Schluchzend liess sie sich auf den Teppich sinken. Der Mond schien direkt auf ihr tränennasses Gesicht, während ihre Augen ausdruckslos an die Decke starrten. Genau hier war sie gelegen, an dem Morgen vor einer Woche, als sie nach dem Schlag auf ihren Kopf wieder zu sich gekommen war. Das erste was sie gesehen hatte, waren die Augen ihrer Patientin, die sich über sie gebeugt hatte und im Begriff war, Klebeband um ihren Mund zu wickeln. Karolina wollte etwas sagen, aber ihre Zunge war ebenso zur Ohnmacht verdammt wie ihre gefesselten Hände und Füsse. Fassungslos war ihr Blick von den Scherben der Keramikvase auf dem Teppich zu ihrer Strumpfhose gewandert, die neben ihren Schuhen am Boden lag, und von dort zu ihrer Patientin, die sich plötzlich mit der weissen Strickjacke von Karolinas Twinset über sie gebeugt hatte. „Sorry, Karolina, aber auch sie werden mich nicht aufhalten können“, hatte sie die Frau sagen hören, während ihr die Jacke um den Kopf gewickelt und mit den Ärmeln um Mund und Augen fixiert worden war…

Unwillkürlich stand Karolina vom Boden auf, als eine Woge der Beklemmung durch ihren Körper fuhr. Hastig riss sie das Fenster auf und liess gierig die kalte Winterluft in ihre Lungen strömen. Nie würde sie dieses panische Gefühl der Ohnmacht vergessen, als die Frau sie hilflos gefesselt und geknebelt hinter dem schweren Ledersofa eingeklemmt zurückgelassen hatte. Von ihrem vergeblichen Widerstand erschöpft, hatte sie unter der Strickjacke verzweifelt nach Luft gerungen. Und im ersten Moment hatte sie geglaubt, sterben zu müssen. Dann, mit der Zeit, hätte sie am liebsten sterben wollen, damit es endlich aufhört, so wie damals, als die Jungs…

Mein Gott, wie konnte ihr das nur passieren, nach all den Jahren? Sie hatte doch all das hinter sich gelassen, als sie damals Polen verliess und zu ihrer Tante zog, um in Oxford Medizin und Psychologie zu studieren. Fröstelnd zog Karolina die Jacke ihres Twinsets vor der Brust zusammen, während sie den Mond betrachtete, der hinter den Bäumen hervorgetreten war. Hatte sie nicht alles, was sie sich hätte wünschen können: Einen Magister mit summa cum laude, einen liebenden Ehemann, zwei erwachsene Kinder, auf die sie stolz sein durfte, und eine gute Stelle als Oberärztin in einer renommierten Klinik? Sie liebte ihre Arbeit und galt nicht zu Unrecht als eine der Besten ihres Fachs. Nicht umsonst hatte man die bekannte Professorin nach deren Nervenzusammenbruch ihrer Sorge anvertraut.

Sie konnte sich noch genau erinnern an den Tag, wo die Patientin zum ersten Mal zu ihr ins Büro gebracht wurde. Sie stand unter starken Medikamenten und sah erschöpft aus. Aber Karolina war spontan fasziniert von dieser Frau. Sie hätte nicht sagen können, woran es lag. War es ihre Ausstrahlung, ihre unterdrückte Leidenschaft? War es diese Ambivalenz zwischen spürbarer Verletzlichkeit und vermeintlicher Souveränität, wenn sie ihre edle Kaschmir-Jacke elegant um die Schulter drapiert zu tragen pflegte? Was auch immer es war, nach einer Woche Arbeit mit ihr musste sich Karolina eingestehen, was sie nie für möglich gehalten hätte – und was nie wieder hätte passieren dürfen: Sie hatte sich verliebt!

Natürlich war sie Profi genug, um ihre Projektionen zu erkennen. Und anfänglich hatte sie sich auch noch gezwungen, ihre Gefühle zu unterdrücken. Aber nach und nach erlaubte sie sich insgeheim kleine Schwächen. Immer öfter überging sie ihre Schuldgefühle und liess ihrer Sehnsucht und Fantasie freien Lauf. Dabei gelang es ihr problemlos, äusserlich professionell zu bleiben, und der offensichtliche Erfolg ihrer Arbeit bewahrte sie vor übermässigen Skrupeln: Die Professorin reagierte ausgezeichnet auf die Therapie. Sie hatte blendend ausgesehen an dem Nachmittag, nachdem sie mit ihrer jungen Assistentin im Park der Klinik spazieren war. Ihre Wangen hatten geglüht, als sie eingehüllt in ihre Kaschmirjacke in der Therapiesitzung sass. Karolina war hin und hergerissen zwischen professionellem Stolz, brennendem Begehren und quälender Eifersucht. Und an diesem Abend, allein in ihrem Wagen auf einem abgelegenen Parkplatz mit Blicks aufs Meer, hatte sie schliesslich ihrer aufgestauten Erregung freien Lauf gelassen.

Umso grösser war der Schock, als sie am nächsten Tag mit schmerzendem Kopf auf dem Teppich vor ihrem Schreibtisch aus der Betäubung erwacht war. Das warme Strahlen in den Augen der Professorin war kalter Entschlossenheit gewichen. Und als Karolina realisierte, dass man ihr die Strumpfhose ausgezogen hatte, war ihr schlagartig klar, worum es hier ging. Sie selber hatte der Professorin bei der ersten Sitzung erklärt, warum man ihr leider nicht erlauben könne, Strumpfhosen zu tragen. Doch wenn Karolina im ersten Schock und Schmerz der Enttäuschung überhaupt so etwas wie Angst um die Patientin empfunden haben sollte, war diese schnell verflogen, als sie kurz darauf hilflos hinter dem Sofa eingeklemmt panisch an ihren Fesseln zerrte und verzweifelt am Knebel vorbei nach Luft rang. Die Jacke über ihrem Kopf hatte sie dabei in eine Finsternis getaucht, die längst verdrängte Schatten aus den Tiefen ihres Unterbewusstseins zu neuem Leben erweckte…

Karolina hätte nicht sagen können, ob ihre Zähne nun vor Kälte oder vor Angst zitterten. Aber diesmal nahm sie allen Mut zusammen und wandte sich nicht vom Fenster ab, als das Mondlicht auf den kleinen Pavillon im Park fiel. Ja, so ähnlich sah sie aus, die kleine Hütte im Wald, in der sie damals zum ersten Mal ihre Freundin geküsst hatte. Sie waren beide 15 und seit Jahren ein Herz und eine Seele. Karolina war insgeheim verliebt gewesen, wagte es sich aber selber nicht einzugestehen. Sie schämte sich für ihre Gefühle und hatte panische Angst, dass es jemand merken könnte. Doch dann hatte ihre Freundin sie an einem schönen Winterabend zu dieser Hütte geführt. Sie hatten Feuer gemacht und sassen eingekuschelt in ihre Winterjacken auf dem Bett, als die Hand ihrer Freundin plötzlich zwischen ihre Beine glitt. Es sollten die glücklichsten Stunden in Karolinas Leben werden… und sie sollte sie teuer bezahlen.

„Nein, es reicht!“ Karolina hatte genug von dieser alten Geschichte. Es war schon schwierig genug, ihr aktuelles Lebenschaos wieder in den Griff zu bekommen. Grimmig schloss sie das Fenster, zog die Vorhänge zu, zündete die Leselampe an und trat hinüber zum Schreibtisch, wo sie ihre Handtasche und das Packet mit der Kaschmirjacke der Professorin abgelegt hatte. Die kostbare Jacke hätte sie auf dem Friedhof der jungen Assistentin übergeben sollen, aber diese wollte sie nicht haben. Karolinas Finger zitterten vor Kälte, als sie das Packpapier aufriss. Doch als ihre Hand das weiche Kaschmir spürte, hielt sie plötzlich inne. Genauso hatte sich der Pullover ihrer Freundin angefühlt, als sie diese zur Begrüssung umarmen wollte, damals am Tag danach, im Treppenhaus der Schule. „Lass mich los, du verdammte Lesbe!“, hatte diese sie angeschrien wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Einen Moment lang glaubte Karolina, sich übergeben zu müssen, als die Erinnerung sie überwältigte: Nie wird sie die erschreckende Kälte in den Augen ihrer Freundin vergessen, während deren Schrei noch durchs Treppenhaus hallte. Und noch weniger wird sie die Blicke der Mitschüler und Lehrer vergessen, die Zeugen dieser Szene wurden. Diese Blicke, die in Sekundenschnelle von Schreck und Erstaunen in hämisches Grinsen und vorwurfsvolle Fassungslosigkeit übergegangen waren. Von diesem Moment an wurde Karolinas Leben zur Hölle. Quälendes Mobbing ihrer Mitschüler und demonstratives Misstrauen der Erwachsenen prägten während Monaten ihren Alltag. Sie hatte nie begriffen, was eigentlich geschehen war. Und als sie nach einem Jahr endlich hoffen durfte, dass sich die Wogen geglättet hatten, nutzten ein paar Jungs das Schulfest, um ihr auf der Herrentoilette beizubringen, was ihre wahre Berufung sei. Nachdem man ihr erst eine Flasche Wodka in den Rachen und übers Gesicht geschüttet hatte, wurde sie mit ihrer Strickjacke über dem Kopf geknebelt. Sie hatte weder gesehen, wer noch wie viele es letztlich waren. Sie konnte sich nur noch an ihren Atem erinnern, an den Geruch von Wodka und Knoblauch. Und daran, dass sie sterben wollte, einfach sterben, damit es endlich aufhört.

Die Erinnerung tat höllisch weh, auch nach all den Jahren noch. Spontan ergriff Karolina das leere Glas auf dem Tisch und schaute sich um nach der Wodkaflasche. Aber plötzlich begann sich in ihr eine ungewohnte Kraft zu regen. Was hatte die junge Frau auf dem Friedhof gesagt, als Karolina ihr das Packet übergeben wollte? „Keine noch so warme Jacke kann das ersetzen, was sie uns allen genommen hat.“ Ja, verdammt, wie Recht sie hatte! Was hatte ihnen die Frau „Professorin“ nicht schon alles genommen: die Freundschaft und das Vertrauen, den Glauben ans Leben und die Hoffnung in die heilende Kraft der Liebe. Und nun war sie auch noch im Begriff, Karolinas Leben zu zerstören.

„Nein, verdammt, nein, nein, nein!“ hallte ihr Schrei von den Wänden ihres Arbeitszimmers wider. Dann, nach kurzem Zögern, eilte sie zur Tür, riss sie auf und rannte mit ihren bestrumpften Füssen den Gang entlang und über die Treppe hinunter in den Keller. Die Luft im Fitnessraum war feucht und stickig, als sie sich die Jacke ihres Twinsets vom Leib riss und begann, auf den schweren Boxsack einzudreschen. Und nachdem sie sich auch noch ihres Rocks und Pullovers entledigt hatte, waren auch die letzten Fesseln ihrer Gefühle abgelegt. Wild hallten ihre Schreie durch den Raum, während sie mit Fäusten und Füssen ihre ganze Wut herausprügelte: Auf die Professorin, auf ihre Jugendliebe, auf die Jungs von der Herrentoilette, auf ihre Eltern und Lehrer, auf die Nonnen und Priester, die sie nur immer zur Beichte geschickt hatten, … und auf Gott, dem sie das alles zu verdanken hatte.

Der Boxsack war nass, ihre Strumpfhose zerrissen und ihr Oberkörper mit Schweiss bedeckt, als sie sich schliesslich völlig ausgepumpt auf die Matte sinken liess. Ihre Schultern bebten vor Erschöpfung und ihre Brust hob und senkte sich im Rhythmus des keuchenden Atems, während Tränen an den nassen Haarsträhnen entlang über ihre Wangen strömten. Doch ganz allmählich beruhigte sich das Schluchzen. Die Tränen wurden sanfter und die gequälten Muskeln begannen sich langsam zu entspannen, als Karolina sich mit ausgestreckten Armen auf den Rücken drehte. Jede Faser ihres Körpers schien zu schmerzen, und doch hatte sie sich noch nie zuvor so zuhause gefühlt in ihrem Leib. Als sie schliesslich die Augen öffnete, sah sie über sich den Boxsack, der immer noch sanft an dem Haken baumelte, mit dem er am Kreuzpunkt der Deckenbalken aufgehängt war. Unwillkürlich trat ein Schmunzeln auf Karolinas Gesicht, als sie an all ihre Patienten dachte, die sich bereits an diesem geduldigen Opfer ausgetobt hatten: „Mein Gott, für wie viele Gesichter und Fratzen hast du schon hinhalten müssen!

———

Es war kurz nach Mitternacht, als er mit dem Wagen in die Einfahrt zur Klinik einbog. Er sah sie schon von weitem. Sie sass im Schein der Laterne auf der Treppe vor dem Haupteingang und wartete auf ihn. Sie war fest eingepackt in ihren Daunenmantel und hatte sich die pelzbesetzte Kapuze tief in die Stirn gezogen. Wortlos nahm er sie in den Arm. Unter dem weichen Mantel konnte er das leise Beben ihrer Schultern spüren. Und einmal mehr wurde ihm bewusst, wie wenig er auch nach 25 Jahren Ehe von seiner Frau wusste. Doch gleichzeitig kannte er sie gut genug, um zu wissen, wann er sie am besten nichts fragen musste. „Ich liebe dich!“, hörte er sie schliesslich flüstern, als sie langsam ihren Kopf von seiner Brust hob und er spürte, wie ihre Lippen zögernd nach seinem Mund tasteten. Sie klang ganz anders, als noch am frühen Abend. Irgendetwas hatte sich verändert. Er hätte nicht sagen können, was es war. Aber er wusste, dass es gut war.

„Bitte, tu mir einen Gefallen. Halte kurz beim Ausgang und wirf das in den Müllcontainer!“ hörte er ihre müde Stimme neben sich, als er den Wagen langsam durch die mondbeschienene Pappelallee vor der Klinik steuerte. Einen Moment lang betrachtete er zögernd das sorgfältig in Packpapier eingewickelte Bündel, bevor er es kopfschüttelnd in die stinkende Tonne warf. Als er zum Wagen zurückkam, schien sie eingeschlafen zu sein. Ihr Gesicht lag im Schatten der Kapuze verborgen und ihr Kopf ruhte entspannt an der Nackenstütze. Doch als er auf die Hauptstrasse eingebogen war und behutsam den Wagen einen Gang hochbeschläunigte, spürte er für einen kurzen Moment ihre behandschuhten Finger auf seinem Handrücken.

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4 Gedanken zu “Schatten der Vergangenheit (III)

  1. Zumindest eine der Überlebenden findet einen Weg, sich aus den Fesseln der Vergangenheit zu befreien, sich im wörtlichen Sinne durchzuschlagen, wenn sie sich auf in die Sicherheit einer Beziehung flüchtet, die vielleicht außer dieser Sicherheit nicht viel von dem bieten kann, dass sie sucht.

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  2. Hier , wie auch in der realen Welt erkenne ich den hilflosen Helfer … ich glaube , kaum jemand macht sich Gedanken darüber , wieviele zerstörte Seelen sich gerade in den sogenannten sozialen Berufen tummeln … ihnen allen ist eins gemein : wenn sie sich schon selbst nicht helfen konnten oder können , so wollen sie doch wenigstens anderen helfen …
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    1. Ich denke, viele Helfer sind in der Tat „verwundete Heiler“, aber hilflos sind sie deswegen nicht notwendigerweise. Im Gegenteil, wie hat ein Freund von mir einmal so schön gesagt: Jede Wunde, mit der Du Dich auseinandergesetzt und versöhnt hast, wird zum Charisma.
      Natürlich gibt es die, die sich unbewusst selber zu helfen versuchen, indem sie anderen helfen, was leider kaum funktioniert. Aber es gibt auch viele, die anderen helfen, weil ihnen selber geholfen wurde. Und die sind manchmal ein Segen.

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