Liebster Award

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Ein herzliches Dankeschön, lieber Manfred für diese überraschende Nominierung, die ich zufällig am Ende Deines Artikels entdeckt habe. Ich bin neu in der Blogger-Welt und wohl eigentlich auch kein wirklicher Blogger, zumal ich nicht regelmässig blogge und nur gelegentlich kurze Geschichten verfasse. Das kommt wohl auch in Deiner Beschreibung als „ein sehr eigenständiges Blog“ zum Ausdruck. Ich freue mich sehr über das „empathisch“ und „irritierend“. Denn es ist eines meiner Anliegen und gleichzeitig eine stete Herausforderung (nicht nur in meinen Geschichten), die Menschen mit ihrer oft irritierenden Wirklichkeit mit einem empathischen Blick zu betrachten.

Da ich nun aber kein Freund von sich lawinenartig verbreitenden Netzaktivitäten bin, werde ich es hier bei der Beantwortung der Fragen belassen.

1. Weshalb verwendest Du den Avatar, der für dein Blog steht?
Ich mag die schlichte Schönheit dieses verfallenden Blattes, das zufällig und wohl nur für kurze Zeit auf diesem kleinen Mauervorsprung gelandet ist. Ein Blatt mit seiner eigenen Geschichte, das in einem Moment der Begegnung aus der Masse heraustritt und in seiner Individualität wahrgenommen und beachtet wird. Seine zum Verfall neigende Existenz bekommt einen Sinn dadurch, dass es angesehen wird.

2. Was bedeutet es Dir, bei WordPress zu bloggen?
Ein interessanter und bereichernder Zeitvertreib, der wie manch andere Betätigung im Internet manchmal dazu neigt, etwas uferlos zu werden.

3. Verfolgst Du ein Ziel mit Deinem Blog?
Ich hatte vor einiger Zeit begonnen, zwischendurch für mich kleine Texte und Geschichten über Menschen zu schreiben. Und als ich mich neulich mal dafür interessierte, wie eigentlich Blogs funktionieren und was es für Möglichkeiten gibt, habe ich mir gedacht, ich könnte doch einmal einen Blog ausprobieren, indem ich diese Geschichten mit anderen teile und sie ihrem kritischen Blick aussetze.

4. Wie ist Dein Blog zu seinem Namen gekommen?
Ganz einfach: Ich heisse Beat und schreibe über die Welten, denen ich in- und ausserhalb von mir begegne. Und da mich beim Schreiben vor allem die Erlebniswelt von Frauen fasziniert und ich mich gefragt habe, warum das so ist und wie ich mir das als Mann anmassen kann, habe ich mich damit beruhigt, dass da ja vielleicht auch ein wenig die Anima in mir – eben die Beate – am Werk sein könnte (mehr dazu unter „wer„).

5. Haben sich die Erwartungen erfüllt, die du an das Bloggen hattest?
Ich hatte keine Erwartungen an das Bloggen. Umso mehr freue ich mich, dass meine Texte gelesen werden und ich tatsächlich schon fast 100 „gefällt mir“ bekommen habe. Und ich habe ein paar spannende Bloggerinnen und Blogger kennengelernt.

6. Ist Dein Blog in Deinem privaten Umfeld bekannt?
Nein, bisher nicht. Siehe auch Antwort auf Frage 10.

7. Haben sich Deine Blog-Beiträge im Laufe der Zeit verändert oder mit anderen Worten: Biegen sich die Besucher und Besucherinnen die Autoren und Autorinnen durch Kommentare und “Gefällt mir” zurecht?
Ich glaube nicht, dass sich meine Geschichten verändert haben. Wenn ich mal Zeit, Lust und Energie zum Schreiben habe (was leider nicht oft der Fall ist), schreibe ich das, was in meinem Kopf/Herz Gestalt annimmt. Spannend finde ich dabei, dass oft nicht diejenigen Geschichten, die mir am meisten bedeuten, auch am meisten gelesen und geliked werden. Und natürlich fragt man sich unweigerlich, an was es denn liegen könnte, dass die eine Geschichte auf solche Resonanz stösst und die nächste fast völlig ignoriert wird. Aber da ich darauf bisher noch keine Antwort gefunden habe, besteht im Moment auch noch keine Gefahr, dass mich diese Erkenntnis „zurechtbiegen“ könnte.

8. Hat Dein Bloggen etwas mit Deinem Beruf zu tun?
Nicht direkt. Aber die Fülle an Erfahrungen und menschlichen Schicksalen, aus denen sich meine Phantasie speist, sind definitiv auch eine Frucht meiner Arbeit.

9. Bloggen Männer und Frauen unterschiedlich?
Dazu habe ich zu wenig Erfahrung. Ich weiss ja nicht einmal selber, ob ich eher männlich oder weiblich blogge, oder ob man in meinem Fall überhaupt von bloggen reden kann.
Aber es gibt sicher auffallend viele Blogs von Frauen, die in teils schonungsloser Offenheit von ihrem Schicksal und ihren Verletzungen schreiben und bei denen das Bloggen eine gewisse therapeutische Funktion hat.

10. Ist die Anonymität, die bei WordPress möglich ist, ein Vorteil oder ein Nachteil?
Ich finde die Möglichkeit zur Anonymität gut. Ich bin überzeugt von der heilsamen Wirkung des Schreibens für viele Menschen, die das so nicht machen könnten, wenn sie sich namentlich exponieren müssten. Und schliesslich gibt es ja auch zahlreiche Buchautoren, die nicht unter ihrem wirklichen Namen schreiben.
Ich selber schreibe quasi teilanonym unter meinem Vornamen. Leute die mich kennen, werden mich wohl leicht erkennen. Und ich habe auch kein Problem, erkannt zu werden. Aber nicht jeder, dem es einfällt, meinen Namen zu googeln, muss auf meinen Blog stossen. Denn obwohl alle meine Geschichten und Personen erfunden sind, besteht immer die Gefahr, dass Menschen, die mir ihr Schicksal anvertraut haben, Elemente ihrer Geschichte in einer meiner Geschichten wiederzufinden glauben.

11. Welche Frage wolltest Du schon immer einmal beantworten?
Warum ich bei allem, was wir Menschen einander antun, noch immer an Gott glaube?

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